Häufige Fragen - Technik

# 1 Was ist ein Gearbox-Jam?
Ein Gearbox-Jam ist eine Funktionsstörung beruhend auf fehlerhafter Bedienung der Waffe die bei allen AEGs auftreten kann, besonders bei S-AEGs durch zu schwache Akkus oder schnelles feuern.

Das Phänomen tritt auf, wenn unter Semi-Automatik der Abzug der Waffe nicht solange gehalten wird, bis sich der Schuss gelöst hat. Geht man vor endgültiger Lösung des Schusses vom Abzug unterbricht die Stromzufuhr zum Motor, dieser treibt den Mechanismus der auf einer Art Getriebe basiert nicht weiter an und das Getriebe bleibt hängen. Bei den AEGs im Ausland die auch über eine Vollautomatik verfügen lässt sich der Jam einfach durch umschalten auf die Vollautomatik und drücken des Abzugs für einige Sekunden lösen. Da dieser Modus in den deutschen S-AEGs Gesetzeswegen nicht vorhanden ist, kann ein Jam nur durch öffnen der Waffe und teilweise der Gearbox manuell behoben werden. Der Jam ist konstruktionsbedingt, jedoch lässt sich die Häufigkeit des Auftretens durch Verwendung eines starken Akkus und richtige Bedienung stark reduzieren.

# 2 Welche BBs sind die besten für meine Waffe?
Es gilt: Probieren geht über studieren, da dies auch von der Entfernung abhängt auf die ihr die Waffe einsetzen wollt. Beschränkt ihr euch auf Reichweiten bis 10 Meter könnt ihr getrost zu schwereren BBs greifen, diese bieten den Vorteil stabilere Flugbahnen zu bilden. Hierunter leidet natürlich die Reichweite. Wenn ihr das Maximum an Reichweite ausschöpfen wollt sind leichtere bzw. Mittelschwere BBs das richtig.

Für die besten Reichweiten gilt folgende Faustformel:

Für AEGs: 0,23g oder 0,25 Gramm

Für GBBs: 0,25g oder 0,28g

Für Springs mit Hop-Up: 0,20g (für Scharfschützengewehre 0,23g/0,28g oder mehr)

Oder eben höhere Gewichte wenn ihr auf kurze Entfernung präziser schießen wollt (Beachte Hop-Up Einstellung)

Für Waffen wie EBBs, Mini-AEGs und ähnliches empfehle ich nur leichtere BBs mit 0,2g.

Ihr solltet bei Kauf von BBs jedoch nicht nur auf das Gewicht und den Preis achten.
Die meisten günstigen BB Sorten sind unrund und können im Magazin, Hop-Up oder Lauf verkannten was im schlimmsten Fall zu dauerhaften Schäden führt.
Auch können unrunde BBs den Lauf verkratzen, was sich nachteilig auf dessen Präzision auswirkt. Achtet also beim Kaufen auch auf die Marke, in der Vergangenheit haben sich Excel, Guarder und Marui bewährt, die etwas günstigeren Marken Super Kings und Power Bees sind nicht ganz so gut und sollten nicht bei Präzisionsläufen verwendet werden, in normalen Airsofts werden sie ihren Zweck aber auch erfüllen.

# 3 Welches Gas soll ich für meine Gasairsoft verwenden?
Grundsätzlich empfohlen ist in Japan GBBs (Marken z.B. Maruzen, Western Arms, Tokyo Marui, KSC etc.) die Verwendung von HFC134a Gas oder Begadi Light Gas.

In Taiwan GBBs (z.B. KJW) hingegen wird die Verwendung von Greengas empfohlen, da diese Leistungstechnisch unter den Japanischen liegen.

Japanische GBBs erzielen mit HFC134a im Regelfall die gleichen Ergebnisse wie Taiwan GBBs mit Greengas. Die Verwendung von Greengas in Japanischen GBBs kann zu Schäden an der Waffe führen.

Redgas darf nur in speziell dafür vorgesehenen Waffen verwendet werden, der Druck dieses Gases ist zu stark für “normale” Gaswaffen. Dies ist mehr was für NBBs (Gas Sniper).

Die Verwendung von CO² obliegt einer gewissen Erfahrung, dies hat in der Vergangenheit zur Zerstörung diverser Gaswaffen geführt und sollte daher nur bedingt eingesetzt werden. Auch wenn es mittlerweile Modelle gibt die CO² besser verkraften, ist ein stärkerer Verschleiß dieses sehr starke Treibgas nur eine Frage der Zeit.

# 4 Was bringt ein Hop-Up und wie funktioniert es?
Aufgrund der relativ Schwachen Energie von Airsofts sowie den für die Kugeln verwendeten Materialen ergab sich das Problem der Flugbahn und Präzision die zu wünschen übrig ließ.
Da Konventionelle Felder und Züge ausschieden entwarf ein findiger Ingenieur das Hop-Up. Im wesentlichen handelt es sich dabei um eine Gummi-Walze die durch eine Öffnung im Lauf die abgeschossene BBs in Rotation versetzt (das genaue Funktionsprinzip ist Hersteller und Modellabhängig, folgt aber diesem Grundsatz). Dies bringt Vorteile hinsichtlich der Luftströmung um das Geschoss was die Flugbahn Stabilisierte und Präzision sowie Reichweite erhöhte. Grundsätzlich gibt es starre Hop-Ups die für ein Kugelgewicht optimiert sind und nicht verstellt werden können oder Einstellbare Hop-Ups die auf das jeweilige Kugelgewicht eingestellt werden müssen um richtig zu funktionieren. Die Einstellung erfolgt meistens entweder über einen Hebel oder ein Rädchen bei AEGs und Springgewehren oder über einen Schlüssel bei Gaswaffen.

Waffen mit Hop-Up sollten solchen ohne Hop-Up aus oben genannten Gründen immer vorgezogen werden!

# 5 Welchen Akku benötigt eine S-AEG/AEG?
Zum Vermeiden eines Gearbox-Jams empfiehlt sich hier immer der größtmöglichste Akku für die Airsoft. Am besten 9,6V anstatt 8,4V sofern dies möglich ist. Die höhere Spannung des Akkus führt zu einer beschleunigten Schussabgabe und verkürzt den kritischen Moment in dem es zum Jam kommen kann - verhindern kann es aber auch der größte Akku nicht zu 100%.


Es gibt Bauformen für Akkus:

1. Large-Type: ein sehr großer Akku, üblicherweise bestehend aus sieben u-förmig angeordneten Sub-C Zellen (somit 8,4V). Diese Akkus sind ausschließlich für Waffen bestimmt in denen der Akku in einer festen Schulterstütze Platz findet (z.B. M16 oder MP5A2/A4). Large Typ Akkus haben einen großen Tamiya-Stecker den man aus dem RC Modellbau kennt.

Anmerkung: 9,6V Large Type Akkus passen NICHT ohne weiteres in die gängigen AEGs!


2. Mini-Type: ein wie der Name schon sagt vergleichsweise kleiner Akku der ebenfalls aus sieben u-förmig angeordneten kleineren Zellen (damit 8,4V) besteht. Mini-Type kommen hauptsächlich in sehr kompakten AEGs zum Einsatz die keine feste Schulterstütze haben und daher wenig Platz zur Akku-Unterbringung vorhanden ist. Mini Type Akkus sind meist mit einem kleinen Kyosho- Stecker ausgerüstet, der in Deutschland nur im Airsoft-Fachhandel zu bekommen ist, da er sonst nicht sehr verbreitet ist. Im Handel sind meist nur Akkus mit 600mAh verfügbar.


3. SD-Type: Eine Abart des Mini-Type, bei dem die Zellen nicht u-förmig sondern in Doppelreihen angeordnet sind, wobei bei 7-Zellern (8,4V) ein Dummy-Stück integriert ist. Es gibt den SD-Type jedoch auch als 8-Zeller (9,6V). Verwendung ähnlich der des Mini-Type in kompakten AEGs. Jedoch passt an SD-Type nicht in jedes auf einen Mini-Type ausgerichtete AEG, daher ist Vorsicht geboten bei der Akku-Auswahl.

4. Stick-Type: Auch als AK-Type bezeichnet. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um einen 7-Zelligen Mini-Type Akku (8,4 V), dessen Zellen in einer einzigen Reihe angeordnet sind so das ein Stab (Stick) entsteht. Der Stick-Type wird in besonderen AEGs verwendet deren Aufbau die Verwendung eines normalen Mini-Type nicht zulässt.

5. Custom-Akkus: Custom Akkus sind speziell für ein Modell ausgelegte Akku-Typen die bei den gegebenen Platzverhältnissen das Maximum an Akku-Leistung unterbringen. Custom Akkus sind in Deutschland leider noch spärlich gesät, es gibt dennoch schon ein paar Exemplare. Sollte für das AEG das ihr habt/haben wollt ein Custom Akku existieren empfehle ich die Verwendung dieses Akkus, da er am besten zur Waffe passt. Beachtet dabei aber das manche Custom-Akkus Modifikationen an der Waffe erforderlich machen.

Akku-Typen:

Pro NiMH
-Hoher Entladestrom
-Hohe Kapazität
-Kaum „Memory-Effekt“
-Umweltfreundlich

Contra NiMH:
-Begrenzte Lebensdauer
-Höhere Selbstentladung
-Anfällig für falsches Laden
-Längere Ladezeiten
-Kälteempfindlich


Pro NiCD:
-Schnell zu Laden
-Robust gegenüber geringer Temperatur und falschem Laden
-Lange Lagerungs- und Lebenszeit

Contra NiCD:

-„Memory-Effekt“
-Hochgradig umweltgefährdend
-Die Produktion wird in den nächsten Jahren komplett eingestellt
-Geringe Kapazitäten
-Hohe Selbstentladung


Pro LiPo:
-Hohe Leitung trotz geringem Gewichts
-Konstante Leistung

Contra LiPo:
-Schlag und stoß empfindlich
-Tiefentladungen sollten vermieden werden
(bei einer Tiefentladung sind die LiPo‘s sofort zerstört und können in Flammen aufgehen. Die Verbrennungstemperatur liegt hier bei ca. 3000°C)

Anmerkung: LiPo‘s sind von 0°C bis 60°C verwendbar

Hier noch ein schöner Guide von Begadi.